Warum der S&P 500 nun ein Risiko ist

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Kurz zur Erläuterung was ich hier versuche bzw. was dahinter steckt:

Wir sind jetzt u.a. im S&P 500 im neunten Jahr der Hausse. Das an und für sich rechtfertigt noch nicht eine negative Grundhaltung gegenüber dem US-Markt. In den letzten Wochen sind jedoch Daten angefallen und haben sich Veränderungen ergeben, die es so schon lange nicht mehr gegeben hat und die eine grundsätzlich andere Einschätzung nötig machen. Ich beobachte dies nun schon seit einigen Wochen. Die Grundpfeiler:

Völlige Abkopplung des S&P 500 von seiner Volatilitätstruktur. Wie Ihr seht hat sich der Index von seiner Volatilität seit Anfang Januar komplett entfernt. Historisch ist zu beweisen, dass dieses Verhältnis nie von Dauer ist und sich der Index auf seine Volatilität zubewegt. Das Bedeutet: Volatilität rauf, Index runter. Das ist keine Frage von Monaten sondern von Tagen, maximal Wochen!

 

Die Zinskurve der 2y US-Staatsanleihen hat die Dividendenrendite des S&P 500 eingeholt und bereits übertroffen. Das war zuletzt 2008 der Fall. Das Ergebnis ist bekannt und wird vom Markt normalerweise nicht lange toleriert.

 

Der Optimismus im Marktsentiment ist auf dem höchsten Stand seit 1986! Historisch belegt waren das immer Vorboten von scharfen Marktkorrekturen.

Der Markt für Hochzinsanleihen läuft dem S&P 500 in der Regel ein paar Wochen voraus. Ein fallender Markt für Risikoanleihen ist ebenfalls ein mehr als schlechter Vorbote für den S&P 500!!!

 

Und jetzt kommen wir zum eigentlichen Problem: Die FED hat begonnen, Ihre Balance Sheet zu senken. Deutlich zu sehen am US-Dollar Index. Zusätzlich befürchtet der Markt eine zu schnelle Zinsanhebungskampagne, zum Einen zeigt die US-Wirtschaft bereits leichte Überhitzungstendenzen und zum Anderen steigt die Inflation schneller als manchem lieb sein könnte. Auch das wird der Markt nicht ignorieren können!

Ein sehr verlässlicher Indikator ist der BofAML B&B Indicator. Dieser hat in dieser Woche das erste Verkaufssignal seit Jahren geliefert. In der Regel brach der S&P 500 anschließend um mindestens 10% ein, in der Regel werden es eher 20% und wären in diesem Fall schon fasst eine Trendumkehr Richtung Bärenmarkt.

Zusätzlich getrieben wird diese These durch die massiven Inflows in Aktien- und Aktienähnliche Produkte, die Rekordstände erreicht haben und einen Kontraindikator darstellen plus das die innere Markttechnik völlig ungesunde Werte darstellt und auch die Charttechnik ein sehr nahes Top impliziert.

Es erinert mich stark an das Jahr 2000 und 2008, als die Verhältnisse fasst 1:1 waren.

Das alles zusammengenommen unterstützt und unterstreicht meine These, dass wir in Kürze einen massiven Ausverkauf im US-Markt sehen werden, zumal die Unbekümmertheit auch in Europa ein zusehendes Maß an Dummheit erreicht hat.

Die Problematik liegt nur im Timing und dem Positionsbau.

Die ersten Verlust tun auf der Shortseite immer weh, wenn die ersten Positionen nicht laufen, da Sie auch so groß sein müssen, damit eine schnelle Kapitalvervielfachung erreicht werden kann.

Ich sauge mir das alles nicht aus den Fingern, sondern haben klare Fakten gesammelt und darauf die Strategie abgestimmt.

Ausführlicher geht es kaum noch: … we said – following Bill Dudley’s surprisingly hawkish speech yesterday – that the odds of a surprise rate hike under Jerome Powell are now especially high.

Das Alles und noch mehr demnächst in unserem neuen Research-Angebot.

Sven Kleinhans

 

 

 

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